Das Fach beherrschst du bereits. Zwischen diesem Wissen und einem fertigen Kurs steht die Produktion: festlegen, was in welche Lektion gehört, Folien bauen, sich selbst aufnehmen, den Ton reparieren, Quizfragen schreiben, alles mit Untertiteln versehen und eine Seite aufsetzen, auf der man zahlen kann. Fachleute bleiben deshalb oft bei der zweiten Lektion stecken.
KI verkürzt fast jede dieser Aufgaben. Kurs-Builder entwerfen aus vorhandenen Dokumenten eine Modulstruktur und Quizfragen. Folien-Tools machen aus einer Gliederung ein Deck. Bildschirmrekorder entfernen Pausen und Füllwörter, indem du das Transkript bearbeitest, und wer nicht vor der Kamera stehen möchte, lässt einen Avatar das Skript präsentieren. Sprechtext, Untertitel und übersetzte Fassungen entstehen aus Text.
Was kein Tool liefern kann, ist das Unterrichten selbst: die Reihenfolge, in der eine schwierige Idee ankommt, das Beispiel aus deiner eigenen Praxis, die Übung, die Lernende zum Anwenden zwingt. Ein Kurs aus einem Prompt deckt ein Thema ab. Ein Kurs, der verändert, was jemand kann, braucht in jeder Phase dein Urteil.